Flugpfingsten

Das Wetter macht kapriolen, von kalt auf heiss innert ei paar Tagen. So hab ich gerade erst die Sommerräder montiert.

Pfingsten, also langes Weekend ist angesagt und der Wetterbericht stand auf fliegen. Eigentlich ging ich von eher trägen Bedingungen aus, da es so richtig heiss werden sollte. Ich wurde von einem besseren belehrt und habe drei super Tage mit sportlichen Bedingungen angetroffen.

Mein Ziel war Schirme zu testen da ich meinen Golden 3 ersetzen möchte. Nicht weil ich muss sondern weil ich will. Da Christoph das gleiche Ziel hatte und im gleichen Gewichtsbereich fliegt, haben wir uns zu einem privaten Testival entschieden welches durch die Flugschule Ikarus unterstützt wurde.

Getestet wurden: Nova Ion 3, Nova Mentor 3, Gradient Golden 4, Advance Epsilon 7.

Christoph startete am Samstagmorgen früh bereits mit dem Ion 3 und war wegen den etwas höheren Steuerkräften gar nicht überzeugt. Krampf, Traktor, Anstrengend waren seine Adjektive.

Da ich erst beim zweiten Flug eingestiegen bin, ging Christoph mit dem Mentor 3 an den Start, ich mit dem Ion 3.

An der Thermik souverän vorbei hab ich mich schon bald in tieferen Gefilden wieder gefunden wo es aber trotzdem noch eine Flugzeitverlängerung auf gute 30min. gab.

Also nochmals hoch aufs Niederhorn und diesmal in die Thermik rein.

Fazit nach dem Samstag: Mir hat der Ion 3 mit seiner harten Kappe gefallen trotz den etwas höheren Steuerkräften und das man ihn etwas mehr in der Thermik halten muss. Christoph war vom Mentor3 überzeugt, da er seine Muskulatur schonen konnte und der Schirm etwas drehfreudiger ist.

Sonntag: Ich an den Mentor 3, Christoph mit dem Golden 4 unterwegs.

Am Niederhorn sammelte sich das Volk. Der obligate Rückenwind war da und einige Piloten haben Startabbrüche produziert weil sie null auf die Spione geachtet haben. Wir mal ausgelegt, in den warmen Klamotten vor uns hin geschwitzt bis dann das ersehnte Startfenster da war. Drei Schritte nach vorne „Peng“ in die Ablösung rein und es ging senkrecht 3m nach oben. Ok, eindrehen.

Der anschliessende Flug war für mich eine Tortur. Mir war unter dem lebendigen Mentor 3 sowas von unwohl. Ich hatte das Gefühl nur so rumgeschaukelt zu werden und hatte alle Hände voll zu tun den Schirm da zu halten wo er hingehört. Die Hoffnung stirbt zuletzt und der der Schirm eine Eingewöhnungsphase verdient. Nach gut einer Stunde war ich aber wieder am Landeplatz.

Fazit Mentor 3: Agiler schneller Schirm der schön eindreht und super steigt aber def. eine Nummer zu gross für mich.

Golden 4: Christoph war nicht wirklich begeistert. Zu weich, zu wenig Rückmeldung nicht das was er möchte. Das Deckt sich mit meinem Testflug vom letzten Jahr wo ich noch das Gefühl hatte der Schirm bringt nicht die Leistung seines Vorgängers.

Da nun dringend Rehabilitation angesagt war, zurück auf den Ion 3 ans Luegi. Christoph mit dem Epsilon 7. Sauberer Flug und nach knapp 8min. wieder am Landeplatz. 😉 Für Stimmung haben die Flugschüler am Starplatz gesorgt die schon etwas Müde waren und mit einem Startabbruch und Starts der Kategorie „so nicht“ bei uns für Unterhaltung und beim Starthelfer für Schweissausbrüche gesorgt haben.

Anschliessend ging es für mich noch auf die Schynnige Platte zu einem Abendflug mit dem Ion 3. Irgendwie hab ich mich so langsam aber sicher an dem Flügel wohl gefühlt und so gab es noch gute 40min. auf die Flug Uhr.

Montag: Ohne Christoph an die First. Da mal alte bekannte angetroffen und weil es noch etwas früh war erst mal in die Kneipe. Ein Unfall mit Hubschraubereinsatz verzögerte den Start noch weiter. So ging es dann halt erst etwas verspätet in die Luft  dafür umso schneller hoch. Der Ion 3 und ich haben uns gefunden und so waren wir innert Minuten auf über 4000m. Die höheren Steuerkräfte als beim Golden 3 und dass er etwas mehr „Führung“ in der Thermik braucht auch aber das lässt sich mit Gewichtsverlagerung gut kompensieren. Also los, Richtung Interlaken, quer über den See an den Brienzergrat. Von da nach Brienz über das Brienzerrothorn, nach 8 Jahren ist es endlich gefallen. Noch ein paar Meter weiter und dann wieder zurück nach Interlaken. Leider hat es dann bereits überentwickelt und Richtung Thun geregnet. Somit war klar, nach 1h50min und guten 50km Strecke war Schluss. Was für ein mega Tag.

Link zu den Flugdetails: Klick

Für mich war nun klar, der Ion 3 wird der Nachfolger für meinen Golden 3.

Christoph war nochmals mit dem Epsilon 7 unterwegs vom Niederhorn und ist sich noch nicht wirklich Schlüssig was er von dem Schirm halten soll.

Bedanken möchte ich mich hier noch bei der Familie Amacher für die Gastfreundschaft und das Gästebett.

Und hier noch 2-3 Bilder:

Leave a Reply