Kalifornien zum ersten

Mai 10th, 2016

Nach den etwas turbulenten letzten Monaten ist es nun mal wieder Zeit für etwas Urlaub. Wie fast immer bei mir mit dem Gleitschirm und dem Hoflieferanten Fly with Andy sind es dieses mal zwei Wochen Kalifornien. Von San Diego nach San Francisco. Mit dem Auto dem Wetter nach zu den besten Fluggebieten.

Die Anreise von Zürich über N.Y verlief ziemlich problemlos. Einziger hacke, Delta Airlines hat mir einen Flug verkauft den es gar nicht gibt. Haben mich dann aber Stillschweigend auf den nächsten gebucht ohne etwas zu sagen. Naja 1h30 Verspätung geht ja noch. Dass kenn ich ja von der DB.

Sonntag erst mal ein typisches «Loosed Lüüt» und «Briefing» bevor es dann mit der Gruppe von 10 Leuten und zwei Autos nach Torrey Pines zum Küstensoaring ging.

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Das Prozedere bis zur Flugerlaubnis ist der Hammer. Erst ein Formular mit gefühlten 100 Seiten und auf jeder ist ca. 10mal zu unterschreiben. Dann ein extrem spannendes Video und zum Schluss muss muss dann nochmals eine Erklärung vorgelesen werden, dass man das Ganze auch verstanden hat. Diese Show wird dann auch auf Video festgehalten.

Da bei jedem Start, Durchflug, Überflug und Landung ein Signal mit einer Pfeife gegeben werden muss, schnell noch eine Pfeife gekauft und ab an den Starplatz.

Die Küste zeigte sich von ihrer besten Seite und so konnten alle die Küste hoch und runter fliegen bis der Arzt kommt.

Das Highlight an der Küste sind zweifelsohne die mega Villen welche so zu einem Preis von 50 Mio. $ gehandelt werden.

Irgendwann haben dann aber alle die Küste mal gesehen und so ging es zurück Richtung Hotel wo Andy gelernt hat, nicht jedes weisse Auto zu unserem Hotel fährt.

Bündnerland 2015

Oktober 5th, 2015

So schon einige Wochen sind wieder ins Land gezogen aber auch im 2015 fand die Bündnerlandreise mit von Fly-Ikarus.ch statt und wie seit Jahren war ich wieder mit dabei.

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Dieses Jahr startete meine Reise aber bereits am Mittwoch mit einigen schönen Flügen in und um Interlaken inkl. Baden im Brienzersee. Mein Quartier bezog ich wie immer in Interlaken bei der Familie Amacher. Danke für die Gastfreundschaft.

Am Sonntag traff sich dann eine Gruppe von Piloten im Lehn zur Bünderlandreise. Der Wetterbericht für Sonntag war gut und somit war klar „Flims“ so schnell wie möglich. Ohne Anhänger waren wir schnell unterwegs und so standen wir bereits um die Mittagszeit in Naraus am Startplatz. Ein weiterer Flug vom Cassons Grad besiegelte mein Flugtag mit einer Landung auf einer grossen Wiese neben dem Badesee. Nach und nach traf ein Gleitschirm nach dem anderen ein.

Der Montag war wieder ideal für Flims und so ging es hoch und runter. Mal von Naraus mit Toplandiung und mal vom Cassons Grad. Und wer schon mal mit Häppy unterwegs war weiss: „Wenn ein See da ist, geht’s zum Baden.“

Der Dienstag war vom Wetterbericht solala und damit es noch Flüge in einem weiteren Fluggebiet gibt wurde nach Scuol verschoben. Die Thermik war leider nicht mit uns gefahren aber egal, die Bahn ist ja gleich neben dem Landeplatz. Also Hoch und Runter bis zum „Calanda“.

Dienstagabend gab es ja schon die Aussagen „Das war unser letzter Flug diese Woche“. Der Mittwoch startete auch mit Wolken, Wind und Regen. Also Ideal für das Thermalbad. Aus dem Thermalbad raus, ein Loch in der Wolkendecke. Also los, Schirme gepackt und auf den Berg zum Abgleiter zwischen Wolken und Nebel hindurch. Es ist unglaublich wie eindrücklich Berge mit Wolken wirken.

Der Mittwoch war dann ein typischer Tageskarten Tag. Fliegbar aber ohne Thermik. Egal, schliesslich waren wir zum Fliegen da und so ging es hoch und runter bis zum „Calanda“. Gekrönt wurde der Tag mit einem leckeren Abendessen im Restaurant Pensiun Aldier in Sent mit einer kurzen führen durch das Giacometti Museum und einem Apero in er Bibliothek.

Donnerstag war am Morgen noch fliegbar, allerdings wieder ohne Thermik. Der letzte Flug gab dann auch schon leichte Regentropfen auf die Brille. Da ich mehr Regen erwartete und keine Lust auf einen Regenflug hatte bin ich mit dem Beschleuniger ins Tal raus und habe mal am Kabel gezogen. Resultat, eine Steilspirale mit über 18m/s (64km/h) sinken gemittelt über 10s. Da war ich schnell unten und konnte den Schirm, wie die folgenden Piloten auch, noch trocken Packen. Kurz darauf kam der Regen. Uns egal wir waren auf dem Weg nach Davos mit Zwischenhalt in Zernez. Einige interessierten sich für das Museum und andere eher für das Dorf. Ich gehörte zu der Gruppe die sich das Dorf anschaute. Ein Blick ums Eck, ok Kirche haben wir gesehen, oh ein angeschriebenes Haus, Bier. Weiter dann über den Flüela nach Davos. Selbstverständlich nicht ohne das Obligate Fondue auf dem Flüela und mit Schneefall draussen war das Wetter auch entsprechend.

Der Freitag war da und niemand wusste was er von dem Tag erwarten sollte. Der Wetterbericht war alles andere als Eindeutig und so ging es einfach mal aufs Jakobshorn. Oben angekommen lagen ca. 10cm Schnee. Der Wind überzeugte noch nicht wirklich und so wurden Fotos gemacht und eine Heise Ovo getrunken. Da der lokale Fluglehrer, Muck aber meinte „das passt“ waren auch bald alle in der Luft. Es war sogar Thermik vorhanden und so konnte der Flug doch etwas verlängert werden. Beim Zweiten Flug war dann irgendwie die Thermik weg und auch das Soaring wollte nicht so funktionieren wie es in Anbetracht der Tageszeit sollte. Also erst mal Mittagessen. Das Wetter hatte wieder voll auf Sonne umgestellt und so waren nach dem Fliegen mit allem was warm gab, Schattenplätze wieder sehr begehrt. Zu viert machten wir uns auf zu einem weiteren Flug. Oben angekommen war der Wind aber alles andere als gut. Ja ein Start wäre im entsprechenden Windfenster möglich gewesen aber die Änderungen der Windrichtung über 270° haben uns dann zum Entscheid geführt wieder mit der Bahn runter zu fahren. Das Landebier in der Bolgen schmeckte trotzdem resp. beinahe besser denn wir waren uns einig und auch etwas Stolz darauf den Entscheid für die Bahn und nicht den Flug getroffen zu haben.

Der Samstag war dann der letzte Tag der Flugreise. Ein Wetterbericht war nicht notwendig. Das Wetter war so eindeutig schlecht das wir nach einem ausgedehnten Frühstück und einer kurzen Shoppingtour direkt die Heimfahrt angetreten heben.

Alles in allem war die Bündnerlandreise mal wieder ein voller Erfolg. Top organisiert von Fly-Ikarus.ch mit tollen Leuten und neben dem Fliegen auch Sozialen und Kulinarischen Highlights. Wenn alles passt werde ich auch in der Ausgabe 2016 wieder dabei sein.

Danke an Häppy, Claudia, Jürg, Hanspeter der Graf, Hanspeter der Raucher, Tinu, Benny, Ursula und Antje es war eine geniale Woche.

Und jetzt noch ein paar Bilder:

Antje Thies gefällt dieser Artikel

Mazedonien 2015

August 9th, 2015

Und schon ist sie wieder rum, eine Woche Urlaub in Mazedonien mit www.flywithandy.com

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Gleitschirmpiloten erkennt man schon beim Einsteigen in den Flieger, irgendwie unterscheiden sie sich einfach von den herkömmlichen Fluggästen die einfach in die Sommerferien fliegen. So ging es schon mit den ersten neuen Bekanntschaften in den Flieger nach Skopje. Dort wartete auch schon Andy und Verena mit den Busen für den Transfer Richtung Tetovo bereit. Das Hotel hoch über Tetovo erwartete uns mit feinem Essen bevor es dann schnell Richtung Kopfkissen ging um am nächsten Tag fit zum Fliegen zu sein. Kurzes Briefing und hoch zum Starplatz wo uns bereits beste Bedingungen erwarteten. Raus und erst mal lokales fliegen bevor ich mich dann im souveränen Absaufen im Flachland geübt habe, läuft. Das Reckholen hat leider etwas länger gedauert da der Bus an einer Stelle etwas breiter als die Strasse war und so gab es nur noch einen verkürzten zweiten Flug in den Sonnenuntergang. Montag nochmals in Tetovo rumgeflogen, diesmal aber zum offiziellen Landeplatz und zum kühlen Getränk bevor es Richtung Orchid zum Abendsoaring weiter ging. Wunderschönes Fliegen mit Blick über den See bis zum Sonnenuntergang. Abendessen dann am See. Dienstag war nicht mein Tag. Anscheinend etwas Zuviel Sonne am Vortag erwischt. Ich hielt mich am Schatten auf und habe auf das Fliegen. Dafür ging es mir am Abend wieder besser und das Essen wieder direkt am See konnte ich zusammen mit der Gruppe voll geniessen. Mittwoch war ein abenteuerlicher Ritt auf der Ladefläche eines LKWs zum Startplatz angesagt. Die Tandempiloten auf dem Weg nach unten verhiessen nichts wirklich Gutes. Oben angekommen bestätigte sich die Vorahnung, starker böiger Wind, an starten nicht zu denken. So ging es auf demselben LKW wieder nach unten. Ein Teil der Gruppe fuhr direkt weiter Richtung Krushevo, ich nicht. Ein Tag am See im Beach Club hörte sich zu verlockend und schliesslich ist es ja Urlaub. Donnerstag, Attacke. Nach zwei Tagen Boden voll Motiviert im Streckenfluggebiet. Der klare Nordwind gab die Flugrichtung der Strecke klar vor, Süden. Kam mir gerade recht, denn in diese Richtung war noch eine Rechnung vom letzten Jahr offen. Bitola war das Ziel. Erst ein etwas harziger Einstieg, danach ging es flott voran Richtung Süden. Die Ansage „Flachland“ hab ich ignoriert da es bis zum ersten Taleinschnitt gut, da wie letztes Jahr etwas gebastelt aber diesmal ging es weiter. Mit bis zu 72km/h weiter Richtung Bitola. So war ich dann auch ratz fatz da. Rechnung beglichen.

Rolf Kehrli, Sandra Von Allmen gefällt dieser Artikel

Fremdfliegen Gyrocopter

Mai 10th, 2015

Vor einiger Zeit meldete sich Joanna bei mir „Hi Beat, kennst du Gyrocopter?“ Als grosser Fan von allem was fliegt und James Bond kenn ich das natürlich. Hintergrund der Frage war nicht mein Fachwissen bezüglich Fluggeräte zu prüfen sondern jemanden zu finden der an einen Schnuppertag mitkommt. Viel Überredungskunst brauchte es nicht und so war Heute der Treffpunkt am Flugplatz in Donaueschingen Flugschule Schwarzwaldcopter (http://www.schwarzwaldcopter.de ) mit Fluglehrer Stefan.

Einmal durch die Physik des Gyros, quer durch die Technik durch und Einweisung in die Steuerung des Gyros.

Klar Knopf drücken für Pre-Rotation bis 100 RPM, wenig Gas geben bis 200RPM aber gleichzeitig Bremsen, Bremse lösen, Stick unbedingt und immer nach vorne, Pre-Notation loslassen, Vollgas, lenken der Räder über Pedale, Bremsdruck ablasen über Trimmung… ähä alles klar, oder auch nicht.

Nach ca. 1h sass dann Joanna die es kaum erwarten konnte mit Overall und Helm auf dem Pilotensitz im Gyro zum einstündigen Trainingsflug.  Ich mache es mir an der Sonne im Flugplatz Café solange gemütlich.

Pünktlich nach einer Stunde landet Joanna oder besser gesagt Stefan den Gyro wieder sicher. Joanna zeigt beim Rollen zum Hangar noch stolz mit dem Daumen nach oben. Die Gesichtsfarbe war dann eher etwas bleich. Joanna wurde Opfer ihres Flugstils der von Stefan als „Sportlich“ bezeichnet wurde 😉 .

Für mich nochmals einen Refresher der Bedienung, ab in den Overall und los.

Rollen auf der Piste kein Problem aber dann die Prerotation, Gas, Bremse, keine Bremse mehr Gas lenken… Zum Glück war Stefan dabei 😉

Witzig war das Fliegen in dieser Kiste schon, zu meiner Überraschung ist so ein Gyro auch sehr stabil gegenüber von Turbulenzen. So steuerte ich gemütlich mit gut 100-130km/h durch die Gegend. Mal beschleunigt auf 160km/h wird aber ungemütlich da der Wind dann schon spürbar wird. Stefan zeigte demonstrierte dann mal noch was so ein Gyro alles kann. Tiefer Überflug über einen Flughafen (1m über Boden), Full Stall, Notlandeübung… Nach einer Stunde durfte ich dann mit Unterstützung den Landeanflug machen.

Hat Spass gemacht und war mal wieder was anderes. Hier noch ein paar Fotos vor dem Start. In der Luft war ich mit fliegen beschäftigt und hatte keine Zeit zum fotografieren, irgendwie wie bei den ersten Flügen am Gleitschirm, nur da hatte ich schiss die Bremsen los zu lassen 😉

Südafrika

Februar 13th, 2015

Die Winterzeit in der Schweiz ist ja nicht als die beste Flugzeit bekannt. Deshalb bin ich dieses Jahr mit Fly with Andy nach Kapstadt und Umgebung geflüchtet.

Vor Ort hat dann Barry und Candice von www.birdmen.co.za unterstützt von dem Grossen Wölk www.felixwoelk.com das Kommando.
Diese drei hatten alles im Griff und die Organisation war perfekt.

Pünktlich am Bus stehen mit allem was für ein Flugtag benötigt wird, dass war was noch selbst erledigt werden musste.
Für alles Andere haben Barry, Candice und Felix gesorgt.

Jetzt könnte ich hier einen Roman schreiben wie, wo und was wir alles erlebt haben, wie super toll wir es hatten und so weiter. Das liest aber eh keiner. Kurz es war einfach nur genial und ich erzähle gerne bei einem Bier darüber. Hier einige Bilder der drei grandiosen Wochen.

Nochmals ein ganz grosses DANKE an Barry, Candice und Felix.

Adrian Ihly, Antje Thies gefällt dieser Artikel

Platfuss

November 2nd, 2014

Als kleiner Junge habe ich immer mal wieder meinem Vater geholfen oder zugeschaut wenn er etwas im Haushalt gebastelt oder in der Garage etwas gebaut hat. Nein an das Geschick von einem gelernten Schreiner komme ich bei weitem nicht ran aber ich habe doch einiges mitbekommen. Auch musste ich mal einen Platfuss am Fahrrad selbst reparieren. Ja ich habe geflucht weil dafür gibt es doch den Fahrradmechaniker und so richtig kleben wollte der Flick auch nicht. Mit einem neuen Schlauch hat es dann aber funktioniert. Da war ich glaub ca. 10 Jahre alt und hatte seit dem nie mehr einen Platfuss, eigentlich unglaublich da ich doch einige Kilometer im Jahr auf dem Rad abspule.

Mein MTB – Rucksack hab ich mal so richtig aufgerüstet. Pumpe, Schlauch, Multitool, Reifenheber, Apotheke… Einige male hab ich mir schon überlegt den Krempel auszuräumen, braucht man ja am Hausberg eh nie.

Heute war ich nun aber froh über meinen Rucksack.

Erstens über den Rucksack durch meinen Eltern dass ich mal gelernt habe wie man einen Schlauch wechselt und den Krempel in meinem Rucksack.

In einer Abfahrt mal schön das Bike rollen lassen, den Stein gesehen, ignoriert, ein kurzer Ruck am Hinterrad, alles gut.

Alles gut? Nicht ganz, drei Meter später bin ich fast vom Rad gestiegen, über den Lenker wohlgemerkt. Zum Glück hab ich das Rad zum stehen bekommen. Der Reifen hinten platt. OK vor 25 Jahren das letzte mal einen Schlauch gewechselt. Das Rad raus, Werkezeug ausgepackt, Reifen angehoben… Ich war sehr überrascht, als nach ca. 15min. das Rad mit Luft gefüllt wieder an seinem angestammten Platz war und die Tour weiter gehen konnte. Sicher keine Rekordzeit aber he, ich war ja auch nicht in Eile.

Ich Staune also immer wieder, was alles geht wenn man muss und auch mal was selber machen musste auch wenn man nicht weiss weshalb oder begreift warum etwas getan werden muss obwohl es dafür ja Fachmänner gibt. Also hier  ein auch ein Danke an meine Eltern denn sonst wäre ich jetzt noch fluchend am Fahrradschieben im Wald.

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Aquarium Fliegen

September 14th, 2014

Schon lange wollte ich mal mit einem Segelflieger in die Luft. Viele Sagen geistern in der Gleitschirmszene um diese „Aquariumflieger“. Alleine die Zahlen sind schon eine ganz andere Welt. Gleitzahl 60 gegenüber von ca. 10 oder Geschwindigkeiten von bis zu 280km/h sind doch eine andere Hausnummer und.

In den Flugferien im Bündnerland ergab sich einmal mehr eine spannende Bekanntschaft. Beat Lüthi der immer mir einem Grinsen im Gesicht und einem Spruch auf den Lippen als Flugschüler unterwegs war, ist Segelfluglehrer. So ergab es sich, dass ich nun Heute wiedererwarten des Wetterberichts um 11:00 auf dem Flugplatz Birrfeld stand.

Wie erwartet nahm mich Beat mit einem Grinsen in empfang. An fliegen war noch nicht zu denken aber die ersten Wolkenlöcher waren bereits sichtbar. So wurde ich kurzerhand zum Helfer der Segelfluggruppe und wir haben einen Segelflieger der zur Wartung musste Auseinander genommen und in den Hangar verschoben. Für mich eine super spannende Sache und mit den Jungs welche dann gleich das Mittagessen spendierten ein super Start.

Das Wetter hat nun def. auf Flug gestellt und so machten wir die Nimbus 4 DM mit der Kennung HB-2372, ein Motorsegler zum Start bereit. Beat erklärte mir die Instrumente und so einiges rund um den Flieger. Es ist schon unglaublich wie einfach so ein Segelflieger aufgebaut ist. Mit einem Rettungsfallschirm umgeschnallt bin ich dann mit einem etwas mulmigen Gefühl eingestiegen. Da die Batterien für den Motor nicht mehr so die neusten waren musste der Flieger noch kurz mit Starhilfe vom Auto überbrückt werden.

Jetzt aber los, voller Schub und der Flieger rollte langsam los und nach einigen Metern hoben wir sanft ab. Kein Vergleich mit der normalen Motorfliegerei. Nach gut 10 – 15min wurde der Motor ausgeschalten und von nun nur noch mit Thermik. Irgendwie ganz anders und doch gleich mit dem Gleitschirmfliegen. Ja viel schneller und mit besserer Gleitzahl. Auf der anderen Seite aber auch ganz ruhig ohne Motorlärm und denselben Herausforderungen, wo geht es hoch wo können wir weiter und ebenfalls denselben Hochs und Tiefs. Vor allem zu beginn war es doch sehr tricky da mit knapp  700m über Grund jetzt nicht soviel Reserve war. So hangelten sich zwei „Thermikschmöker“ von Wolke zu Wolke resp. von Wolkenband. Ich staunte nicht schlecht wo uns Beat da mehrmals wieder ausgegraben hat nur der Atomschlauch hat nicht funktioniert. Je länger der Flug dauerte umso einfacher wurde es. Die Basis war angestiegen und auch die Steigwerte haben zugenommen. So konnten wir von anfänglich 1100müM auf 1400müM aufdrehen. So verlängerten wir unseren Rundflug noch etwas. Es war schon erstaunlich wie schnelle wir Aarau, Olten, Solothurn, Sursee abgeflogen sind. Mal noch schnell an den Hallwilersee und im grossen Bogen wieder zurück.

Selbersteuern durfte ich natürlich auch. Ziemlich schnell musste ich aber feststellen, es ist nicht so einfach wie es sich beim Profi anfühlte. Mal wurde ich zu schnell, mal zu langsam, denn begann der Flieger zu rollen und die Nase nur mit dem Seitenruder dann noch sauber in den Wind zu stellen wollte mir irgendwie nicht so recht gelingen. Irgendwie war en meine Steuerbewegungen immer zu späht, zu hefig oder lösten noch eine Kurve aus anstatt nur den Kurs leicht zu korrigieren. Ebenfalls eine spannende Erfahren war der Versuch zu Kreisen. Das Gewicht welches kontrolliert werden muss ist doch etwas ein anderes als beim Gleitschirm und so ist eine Korrektur der Schräglage nicht einfach mit etwas verschieben des Hinterteils getan. Bevor ich dann durch meine selbst verursachte Schaukelei noch Seekrank wurde habe ich das Steuer zurückgegeben.

So landeten wir  nach einem Flugplatzüberflug nach Lehrbuch Lüthi „Wir stechen mal an, donnern mit ca. 200 Sachen über den Platz, ziehen wieder hoch und gehen nach einer Kurve in den Endanflug“ sanft wieder im Birrfeld.

Mit etwas wackligen Beinen bin ich dann aus dem Flieger geklätert.

Jetzt noch kurz den Post-Flight Check, etwas reinigen und den Flieger wieder einpacken, Feierabend.

Ein Abendessen auf dem Flugplatz rundete den Tag ab.

Herzlichen Danke Beat für den genialen Tag, du kannst dich ruhig fürchten, ich werde wieder kommen 😉

Flugpfingsten

Juni 11th, 2014

Das Wetter macht kapriolen, von kalt auf heiss innert ei paar Tagen. So hab ich gerade erst die Sommerräder montiert.

Pfingsten, also langes Weekend ist angesagt und der Wetterbericht stand auf fliegen. Eigentlich ging ich von eher trägen Bedingungen aus, da es so richtig heiss werden sollte. Ich wurde von einem besseren belehrt und habe drei super Tage mit sportlichen Bedingungen angetroffen.

Mein Ziel war Schirme zu testen da ich meinen Golden 3 ersetzen möchte. Nicht weil ich muss sondern weil ich will. Da Christoph das gleiche Ziel hatte und im gleichen Gewichtsbereich fliegt, haben wir uns zu einem privaten Testival entschieden welches durch die Flugschule Ikarus unterstützt wurde.

Getestet wurden: Nova Ion 3, Nova Mentor 3, Gradient Golden 4, Advance Epsilon 7.

Christoph startete am Samstagmorgen früh bereits mit dem Ion 3 und war wegen den etwas höheren Steuerkräften gar nicht überzeugt. Krampf, Traktor, Anstrengend waren seine Adjektive.

Da ich erst beim zweiten Flug eingestiegen bin, ging Christoph mit dem Mentor 3 an den Start, ich mit dem Ion 3.

An der Thermik souverän vorbei hab ich mich schon bald in tieferen Gefilden wieder gefunden wo es aber trotzdem noch eine Flugzeitverlängerung auf gute 30min. gab.

Also nochmals hoch aufs Niederhorn und diesmal in die Thermik rein.

Fazit nach dem Samstag: Mir hat der Ion 3 mit seiner harten Kappe gefallen trotz den etwas höheren Steuerkräften und das man ihn etwas mehr in der Thermik halten muss. Christoph war vom Mentor3 überzeugt, da er seine Muskulatur schonen konnte und der Schirm etwas drehfreudiger ist.

Sonntag: Ich an den Mentor 3, Christoph mit dem Golden 4 unterwegs.

Am Niederhorn sammelte sich das Volk. Der obligate Rückenwind war da und einige Piloten haben Startabbrüche produziert weil sie null auf die Spione geachtet haben. Wir mal ausgelegt, in den warmen Klamotten vor uns hin geschwitzt bis dann das ersehnte Startfenster da war. Drei Schritte nach vorne „Peng“ in die Ablösung rein und es ging senkrecht 3m nach oben. Ok, eindrehen.

Der anschliessende Flug war für mich eine Tortur. Mir war unter dem lebendigen Mentor 3 sowas von unwohl. Ich hatte das Gefühl nur so rumgeschaukelt zu werden und hatte alle Hände voll zu tun den Schirm da zu halten wo er hingehört. Die Hoffnung stirbt zuletzt und der der Schirm eine Eingewöhnungsphase verdient. Nach gut einer Stunde war ich aber wieder am Landeplatz.

Fazit Mentor 3: Agiler schneller Schirm der schön eindreht und super steigt aber def. eine Nummer zu gross für mich.

Golden 4: Christoph war nicht wirklich begeistert. Zu weich, zu wenig Rückmeldung nicht das was er möchte. Das Deckt sich mit meinem Testflug vom letzten Jahr wo ich noch das Gefühl hatte der Schirm bringt nicht die Leistung seines Vorgängers.

Da nun dringend Rehabilitation angesagt war, zurück auf den Ion 3 ans Luegi. Christoph mit dem Epsilon 7. Sauberer Flug und nach knapp 8min. wieder am Landeplatz. 😉 Für Stimmung haben die Flugschüler am Starplatz gesorgt die schon etwas Müde waren und mit einem Startabbruch und Starts der Kategorie „so nicht“ bei uns für Unterhaltung und beim Starthelfer für Schweissausbrüche gesorgt haben.

Anschliessend ging es für mich noch auf die Schynnige Platte zu einem Abendflug mit dem Ion 3. Irgendwie hab ich mich so langsam aber sicher an dem Flügel wohl gefühlt und so gab es noch gute 40min. auf die Flug Uhr.

Montag: Ohne Christoph an die First. Da mal alte bekannte angetroffen und weil es noch etwas früh war erst mal in die Kneipe. Ein Unfall mit Hubschraubereinsatz verzögerte den Start noch weiter. So ging es dann halt erst etwas verspätet in die Luft  dafür umso schneller hoch. Der Ion 3 und ich haben uns gefunden und so waren wir innert Minuten auf über 4000m. Die höheren Steuerkräfte als beim Golden 3 und dass er etwas mehr „Führung“ in der Thermik braucht auch aber das lässt sich mit Gewichtsverlagerung gut kompensieren. Also los, Richtung Interlaken, quer über den See an den Brienzergrat. Von da nach Brienz über das Brienzerrothorn, nach 8 Jahren ist es endlich gefallen. Noch ein paar Meter weiter und dann wieder zurück nach Interlaken. Leider hat es dann bereits überentwickelt und Richtung Thun geregnet. Somit war klar, nach 1h50min und guten 50km Strecke war Schluss. Was für ein mega Tag.

Link zu den Flugdetails: Klick

Für mich war nun klar, der Ion 3 wird der Nachfolger für meinen Golden 3.

Christoph war nochmals mit dem Epsilon 7 unterwegs vom Niederhorn und ist sich noch nicht wirklich Schlüssig was er von dem Schirm halten soll.

Bedanken möchte ich mich hier noch bei der Familie Amacher für die Gastfreundschaft und das Gästebett.

Und hier noch 2-3 Bilder:

Eduardo Bayerlein gefällt dieser Artikel

Slapstick mit der Deutschen Bahn

März 24th, 2014

Die Deutsche Bahn (DB) hat sich gerade mal wieder selbst übertroffen.

In Freiburg hat sich einer vor den Zug geworfen. Dafür kann die DB erst mal nichts aber was dann folgte ist ein Schildbürgerstreich sondergleichen.

1. Steht der Zug mal ohne die Türen zu öffnen. So nach 10min. mal die Durchsage das es verspätet weiter geht. Nach weiteren 10min. die Durchsage, es geht nicht weiter und alle Fahrgäste sollen bitte aussteigen. Ist allerdings schwierig bei geschlossenen Türen. Das dauert dann nochmals 5min.

2. Informationen im Reisezentrum:
Die Leute waren bemüht nur wussten die auch nichts. So nach 45min. die Information, dass es mit dem Bus nach Denzlingen geht und da ein ICE außerplanmäßig hält.
Ein Bus für einen ganzen ICE, klar da haben auch alle Platz.
Das es die Platform 13 von der der Bus fahren soll garnicht gibt ist ja nur nebensächlich.
Irgendwie hab ich es doch in den nicht angeschriebenen Bus geschaft und bin in Denzlingen angekommen.

3. Denzlingen
Die Perrons massivst überfüllt und es war ein Wunder, dass niemand auf die Geleise gefallen ist. Zum verlassen der Perrons sind die Leute über Abschrankungen runter geklettert. In der Unterführung war kein Durchkommen, Loveparade lässt grüßen.

Personal von der DB war weit und breit keines zu sehen und Durchsagen gab es auch keine. Irgendwann stand da der erwartete ICE Richtung Dortmund. Dieser öffnete aber die Türen nicht und eine Zugbegleiterin die raus geschaut hat meinte:“ Nee wir nehmen hier niemanden mit es kommt ein Ersatzzug.“
So stand der ICE ca. 10 min. da ohne jemanden mit zu nehmen.
Da es keine weiteren Informationen gab nahm ich die nächste Regio Bahn nach Offenburg.

Jetzt sitz ich im ICE von Offenburg nach Mannheim und hoffe von da weiter Richtung Wiesbaden zu kommen.

Ich bin ja schon viel gereist aber sowas von Chaotisch was die DB gerade abgeliefert hat habe ich noch nie erlebt, nicht mal in Thailand als der Flug ausgefallen war.
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Lars-Oliver Fischer von Mollard gefällt dieser Artikel

Basler Fasnacht 2014

März 16th, 2014

„Die drey scheenschte Dääg“ sind dieses Jahr leider wieder vorbei.
Bei super Wetter war es eine Freude am Cortaige, Waagenaustellung und Guggenkonzert zu sein und einfach zu geniessen.
Hier ein paar Bilder: