Archiv für Dezember 2006

Spam Karma 2

Mittwoch, 27. Dezember 2006

Nach dem die Spamflut in meinem Blog eine ungeheures Ausmass angenommen hat musste ich reagieren.

Kurz unter WordPress reingeschaut und mich für das Plug-In SpamKarma2 entschieden.

Die Installation nach Anleitung war ein Kinderspiel und das Ergebnis nach einem Tag lässt sich sehen. Sicherlich ist noch einiges an Feintuning möglich.
Deshalb, falls nun jemand einen Kommentar schreibt und dieser nicht erscheint oder er einen alten vermisst, gib einfach mal Bescheid, damit ich mir das anschauen kann.

In diesem Sinne spamfreies blogging

Cheers LOGI

Schnee und Steilspirale

Dienstag, 12. Dezember 2006

Es ist Sonntag der 10 Dezember und der lang ersehnte Schnee ist endlich gefallen. Auch ich freue mich sehr darüber, denn so kann ich meinen staubigen Gleitschirm ganz automatisch reinigen.

Mit dem Schulbus geht es an den Startplatz Amisbüehl oberhalb von Interlaken. Wir fahren durch eine herrliche Winterlandschaft bis zum Parkplatz. Ein kurzer Fussweg durch knietiefen Schnee bis zum Startplatz, wunder schön. Nun leider sind wir die Ersten am Startplatz und das bedeutet, auch hier knietiefer Schnee und keine Spuren was das Starten mit null Wind zur echten Herausforderung macht. Eine Wolke versperrt noch die Sicht also ist etwas Zeit um zu Pfaden.
Nichts desto trotz ist ein Start aus dem Schnee um einiges anstrengender und das Beschleunigen um einiges schwieriger. Dies stellte Sandra ziemlich schnell fest. Sie musste den Start abbrechen und ist dank der weissen Pracht weich gefallen aber das Gesicht ähnelte auch eher dem einer Schneefrau.
Mein Start klappte mit grosser mühe aber immerhin, ich war in der Luft und auf dem Weg zum üben des Doppelkreises für die Prüfung.

Den Doppelkreis kündigte ich Häppy an, richtete mich Richtung Interlaken aus und nahm mir vor, mal so richtig an den Leinen zu ziehen, denn die letzten Versuche waren immer etwas zu langsam.
Also Körper nach innen geworfen und die Bremsleine rechts ziehen. Kontinuierlich und mit immer mehr Kraft. Wow, der erste kreis ging super und nach meinem Gefühl auch sehr schnell. Weiter den Bremsdruck verstärken um nicht aus dem Kreis zu fallen. Nun merke ich, wie der Schirm unglaublich Energie aufnimmt, ich in den Sitz gedrückt werde und ein sauberes ausleiten des Kreises nach zwei Umdrehungen nicht mehr möglich sein wird. Im Gegenteil, der Schirm beginnt ohne mein zutun weiter zu beschleunigen. Ich bremse die Drehung mit der Aussenbremse und stoppte die Drehung so nach ca. 3 Kreisen. Mein Schirm schiesst moderat vor was ich aber ohne grösseres Problem abfange und mein gutmütiger Schirm fliegt wieder geradeaus.

Mein Puls schlägt jetzt noch höher, wenn ich an diese Situation denke. Nicht dass sie ausserordentlich gefährlich gewesen wäre aber das Gefühl, wie schnell sich so ein Schirm drehen kann und wie man in den Sitz gedrückt wird, einfach der Hammer.
So schön kann die Natur sein.

Flugurlaub Marokko 2006

Dienstag, 12. Dezember 2006

Wow, was für ein Urlaub. Zwei Wochen Marokko mit der Flugschule Ikarus. Eine bunt gemischte Truppe traf sich sehr früh morgens am Zürcher Flughafen für einen zweiwöchigen Urlaub in Marokko. Nach etwas Stress beim Check-in ging es auch schon bald los mit dem Flieger 4 ½ h Richtung Süden nach Agadir.

Gut in Agadir angekommen wurden die Leute, das Gepäck und die Gleitschirme auf einen Geländewagen und zwei Taxen verteil für eine 2 ½ h fahrt zu unserer Unterkunft dem Adlerhorst Nid Aigle .

Dort angekommen, Häppy hatte schon mal die Bodenfreiheit des Nissan Terrano getestet, wurden die Zimmer bezogen und sofort Schirme ausgelegt. Leider war der Wind etwas knapp und so ging es beinahe nur in eine Richtung und diese war nach unten.

Egal, denn alle waren froh, den ersten Start vom betonierten 20m langen und 15m Breiten Startplatz über die Steilklippe absolviert zu haben. Vor dem Start wurde ein Landeplatz abgemacht, welcher anzufliegen wäre. Ruedi versuchte bis zuletzt noch zu Steigen, was er dann mit einer Aussenlandung beendete. Beim zusammenlegen des Schirms erhielt er unerwartete Hilfe. Ein ca. 40 jähriger Marokkaner mit schiefen Zähnen. Dieser folgte ihm auf seinem Fussmarsch bis zu unserem Landeplatz und half jedem beim falten des Schirms. Anschliessend wollte er für seine Wohltat natürlich ein Trinkgeld und küsste jeden in marokkanischer Manier auf die Backen. Der Küsser, so nannten wir den Gesellen fortan liebevoll, wurde etwas zur Schreckfigur am Landeplatz aber sorgte für viel Unterhaltung und animierte umso mehr, nicht unten landen zu müssen sondern ein Toplanding hinzulegen.
Den die Hilfe des Küssers war nicht wirklich zu gebrauchen und seine aufdringliche Art und die andauernden Versuche des Küssens waren nicht immer das, was man sich erhofft hat.

Während den zwei Wochen hatten wir kein Wind, guten Wind und zuviel Wind. Bei zuviel Wind flog nicht einmal mehr Häppy und wir kuckten zu, wie ein Französischer Flugschüler knapp an einer schweren Verletzung vorbei über den Startplatz gewindet wurde. Allgemein hatten die Franzosen eine eher merkwürdigen Flugstiel. So drehten sie gegen den Hang obwohl sie nicht die erforderliche Höhe hatten und crashten hart mit Rückenwind. Sie landeten in mitten von Kakteen und hatten noch andere Eigenheiten die hier mal aussen vor bleiben.

Bei gutem Wind war das fliegen einfach ein Traum. Es ging nur nach oben bis ca. 250m über Grund und danach Anschluss an Thermik mit bis zu 600m über Grund. Spielen in der Luft war angesagt und wenn es mal runter ging, dann fand man immer wieder dynamische Aufwinde und war im nu wieder oben.

An den Tagen, wo kein richtiges Fliegen möglich war, unternahmen wir Ausflüge, gingen in ein Haman, zum Barber oder genossen einfach einmal die Ruhe abseits vom hektischen Leben in der Schweiz.

Ich könnte hier noch viele Anekdoten, Geschichten und Abenteuer schreiben.
Der Barber besuch, das Haman, der Schwanzlängen Eierstockgrössen Konntest, das Dünenfliegen, den Sand im Schirm und und und. Wer das aber gerne hören will, gewisse bekommen es erzählt obwohl sie gar nicht wollen ;-) , der darf mich gerne auf ein Bier oder ein Abendessen einladen.