Archive for the ‘Aus der Luft’ Category

Kalifornien zum ersten

Dienstag, Mai 10th, 2016

Nach den etwas turbulenten letzten Monaten ist es nun mal wieder Zeit für etwas Urlaub. Wie fast immer bei mir mit dem Gleitschirm und dem Hoflieferanten Fly with Andy sind es dieses mal zwei Wochen Kalifornien. Von San Diego nach San Francisco. Mit dem Auto dem Wetter nach zu den besten Fluggebieten.

Die Anreise von Zürich über N.Y verlief ziemlich problemlos. Einziger hacke, Delta Airlines hat mir einen Flug verkauft den es gar nicht gibt. Haben mich dann aber Stillschweigend auf den nächsten gebucht ohne etwas zu sagen. Naja 1h30 Verspätung geht ja noch. Dass kenn ich ja von der DB.

Sonntag erst mal ein typisches «Loosed Lüüt» und «Briefing» bevor es dann mit der Gruppe von 10 Leuten und zwei Autos nach Torrey Pines zum Küstensoaring ging.

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Das Prozedere bis zur Flugerlaubnis ist der Hammer. Erst ein Formular mit gefühlten 100 Seiten und auf jeder ist ca. 10mal zu unterschreiben. Dann ein extrem spannendes Video und zum Schluss muss muss dann nochmals eine Erklärung vorgelesen werden, dass man das Ganze auch verstanden hat. Diese Show wird dann auch auf Video festgehalten.

Da bei jedem Start, Durchflug, Überflug und Landung ein Signal mit einer Pfeife gegeben werden muss, schnell noch eine Pfeife gekauft und ab an den Starplatz.

Die Küste zeigte sich von ihrer besten Seite und so konnten alle die Küste hoch und runter fliegen bis der Arzt kommt.

Das Highlight an der Küste sind zweifelsohne die mega Villen welche so zu einem Preis von 50 Mio. $ gehandelt werden.

Irgendwann haben dann aber alle die Küste mal gesehen und so ging es zurück Richtung Hotel wo Andy gelernt hat, nicht jedes weisse Auto zu unserem Hotel fährt.

Bündnerland 2015

Montag, Oktober 5th, 2015

So schon einige Wochen sind wieder ins Land gezogen aber auch im 2015 fand die Bündnerlandreise mit von Fly-Ikarus.ch statt und wie seit Jahren war ich wieder mit dabei.

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Dieses Jahr startete meine Reise aber bereits am Mittwoch mit einigen schönen Flügen in und um Interlaken inkl. Baden im Brienzersee. Mein Quartier bezog ich wie immer in Interlaken bei der Familie Amacher. Danke für die Gastfreundschaft.

Am Sonntag traff sich dann eine Gruppe von Piloten im Lehn zur Bünderlandreise. Der Wetterbericht für Sonntag war gut und somit war klar „Flims“ so schnell wie möglich. Ohne Anhänger waren wir schnell unterwegs und so standen wir bereits um die Mittagszeit in Naraus am Startplatz. Ein weiterer Flug vom Cassons Grad besiegelte mein Flugtag mit einer Landung auf einer grossen Wiese neben dem Badesee. Nach und nach traf ein Gleitschirm nach dem anderen ein.

Der Montag war wieder ideal für Flims und so ging es hoch und runter. Mal von Naraus mit Toplandiung und mal vom Cassons Grad. Und wer schon mal mit Häppy unterwegs war weiss: „Wenn ein See da ist, geht’s zum Baden.“

Der Dienstag war vom Wetterbericht solala und damit es noch Flüge in einem weiteren Fluggebiet gibt wurde nach Scuol verschoben. Die Thermik war leider nicht mit uns gefahren aber egal, die Bahn ist ja gleich neben dem Landeplatz. Also Hoch und Runter bis zum „Calanda“.

Dienstagabend gab es ja schon die Aussagen „Das war unser letzter Flug diese Woche“. Der Mittwoch startete auch mit Wolken, Wind und Regen. Also Ideal für das Thermalbad. Aus dem Thermalbad raus, ein Loch in der Wolkendecke. Also los, Schirme gepackt und auf den Berg zum Abgleiter zwischen Wolken und Nebel hindurch. Es ist unglaublich wie eindrücklich Berge mit Wolken wirken.

Der Mittwoch war dann ein typischer Tageskarten Tag. Fliegbar aber ohne Thermik. Egal, schliesslich waren wir zum Fliegen da und so ging es hoch und runter bis zum „Calanda“. Gekrönt wurde der Tag mit einem leckeren Abendessen im Restaurant Pensiun Aldier in Sent mit einer kurzen führen durch das Giacometti Museum und einem Apero in er Bibliothek.

Donnerstag war am Morgen noch fliegbar, allerdings wieder ohne Thermik. Der letzte Flug gab dann auch schon leichte Regentropfen auf die Brille. Da ich mehr Regen erwartete und keine Lust auf einen Regenflug hatte bin ich mit dem Beschleuniger ins Tal raus und habe mal am Kabel gezogen. Resultat, eine Steilspirale mit über 18m/s (64km/h) sinken gemittelt über 10s. Da war ich schnell unten und konnte den Schirm, wie die folgenden Piloten auch, noch trocken Packen. Kurz darauf kam der Regen. Uns egal wir waren auf dem Weg nach Davos mit Zwischenhalt in Zernez. Einige interessierten sich für das Museum und andere eher für das Dorf. Ich gehörte zu der Gruppe die sich das Dorf anschaute. Ein Blick ums Eck, ok Kirche haben wir gesehen, oh ein angeschriebenes Haus, Bier. Weiter dann über den Flüela nach Davos. Selbstverständlich nicht ohne das Obligate Fondue auf dem Flüela und mit Schneefall draussen war das Wetter auch entsprechend.

Der Freitag war da und niemand wusste was er von dem Tag erwarten sollte. Der Wetterbericht war alles andere als Eindeutig und so ging es einfach mal aufs Jakobshorn. Oben angekommen lagen ca. 10cm Schnee. Der Wind überzeugte noch nicht wirklich und so wurden Fotos gemacht und eine Heise Ovo getrunken. Da der lokale Fluglehrer, Muck aber meinte „das passt“ waren auch bald alle in der Luft. Es war sogar Thermik vorhanden und so konnte der Flug doch etwas verlängert werden. Beim Zweiten Flug war dann irgendwie die Thermik weg und auch das Soaring wollte nicht so funktionieren wie es in Anbetracht der Tageszeit sollte. Also erst mal Mittagessen. Das Wetter hatte wieder voll auf Sonne umgestellt und so waren nach dem Fliegen mit allem was warm gab, Schattenplätze wieder sehr begehrt. Zu viert machten wir uns auf zu einem weiteren Flug. Oben angekommen war der Wind aber alles andere als gut. Ja ein Start wäre im entsprechenden Windfenster möglich gewesen aber die Änderungen der Windrichtung über 270° haben uns dann zum Entscheid geführt wieder mit der Bahn runter zu fahren. Das Landebier in der Bolgen schmeckte trotzdem resp. beinahe besser denn wir waren uns einig und auch etwas Stolz darauf den Entscheid für die Bahn und nicht den Flug getroffen zu haben.

Der Samstag war dann der letzte Tag der Flugreise. Ein Wetterbericht war nicht notwendig. Das Wetter war so eindeutig schlecht das wir nach einem ausgedehnten Frühstück und einer kurzen Shoppingtour direkt die Heimfahrt angetreten heben.

Alles in allem war die Bündnerlandreise mal wieder ein voller Erfolg. Top organisiert von Fly-Ikarus.ch mit tollen Leuten und neben dem Fliegen auch Sozialen und Kulinarischen Highlights. Wenn alles passt werde ich auch in der Ausgabe 2016 wieder dabei sein.

Danke an Häppy, Claudia, Jürg, Hanspeter der Graf, Hanspeter der Raucher, Tinu, Benny, Ursula und Antje es war eine geniale Woche.

Und jetzt noch ein paar Bilder:

Antje Thies gefällt dieser Artikel

Mazedonien 2015

Sonntag, August 9th, 2015

Und schon ist sie wieder rum, eine Woche Urlaub in Mazedonien mit www.flywithandy.com

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Gleitschirmpiloten erkennt man schon beim Einsteigen in den Flieger, irgendwie unterscheiden sie sich einfach von den herkömmlichen Fluggästen die einfach in die Sommerferien fliegen. So ging es schon mit den ersten neuen Bekanntschaften in den Flieger nach Skopje. Dort wartete auch schon Andy und Verena mit den Busen für den Transfer Richtung Tetovo bereit. Das Hotel hoch über Tetovo erwartete uns mit feinem Essen bevor es dann schnell Richtung Kopfkissen ging um am nächsten Tag fit zum Fliegen zu sein. Kurzes Briefing und hoch zum Starplatz wo uns bereits beste Bedingungen erwarteten. Raus und erst mal lokales fliegen bevor ich mich dann im souveränen Absaufen im Flachland geübt habe, läuft. Das Reckholen hat leider etwas länger gedauert da der Bus an einer Stelle etwas breiter als die Strasse war und so gab es nur noch einen verkürzten zweiten Flug in den Sonnenuntergang. Montag nochmals in Tetovo rumgeflogen, diesmal aber zum offiziellen Landeplatz und zum kühlen Getränk bevor es Richtung Orchid zum Abendsoaring weiter ging. Wunderschönes Fliegen mit Blick über den See bis zum Sonnenuntergang. Abendessen dann am See. Dienstag war nicht mein Tag. Anscheinend etwas Zuviel Sonne am Vortag erwischt. Ich hielt mich am Schatten auf und habe auf das Fliegen. Dafür ging es mir am Abend wieder besser und das Essen wieder direkt am See konnte ich zusammen mit der Gruppe voll geniessen. Mittwoch war ein abenteuerlicher Ritt auf der Ladefläche eines LKWs zum Startplatz angesagt. Die Tandempiloten auf dem Weg nach unten verhiessen nichts wirklich Gutes. Oben angekommen bestätigte sich die Vorahnung, starker böiger Wind, an starten nicht zu denken. So ging es auf demselben LKW wieder nach unten. Ein Teil der Gruppe fuhr direkt weiter Richtung Krushevo, ich nicht. Ein Tag am See im Beach Club hörte sich zu verlockend und schliesslich ist es ja Urlaub. Donnerstag, Attacke. Nach zwei Tagen Boden voll Motiviert im Streckenfluggebiet. Der klare Nordwind gab die Flugrichtung der Strecke klar vor, Süden. Kam mir gerade recht, denn in diese Richtung war noch eine Rechnung vom letzten Jahr offen. Bitola war das Ziel. Erst ein etwas harziger Einstieg, danach ging es flott voran Richtung Süden. Die Ansage „Flachland“ hab ich ignoriert da es bis zum ersten Taleinschnitt gut, da wie letztes Jahr etwas gebastelt aber diesmal ging es weiter. Mit bis zu 72km/h weiter Richtung Bitola. So war ich dann auch ratz fatz da. Rechnung beglichen.

Rolf Kehrli, Sandra Von Allmen gefällt dieser Artikel

Fremdfliegen Gyrocopter

Sonntag, Mai 10th, 2015

Vor einiger Zeit meldete sich Joanna bei mir „Hi Beat, kennst du Gyrocopter?“ Als grosser Fan von allem was fliegt und James Bond kenn ich das natürlich. Hintergrund der Frage war nicht mein Fachwissen bezüglich Fluggeräte zu prüfen sondern jemanden zu finden der an einen Schnuppertag mitkommt. Viel Überredungskunst brauchte es nicht und so war Heute der Treffpunkt am Flugplatz in Donaueschingen Flugschule Schwarzwaldcopter (http://www.schwarzwaldcopter.de ) mit Fluglehrer Stefan.

Einmal durch die Physik des Gyros, quer durch die Technik durch und Einweisung in die Steuerung des Gyros.

Klar Knopf drücken für Pre-Rotation bis 100 RPM, wenig Gas geben bis 200RPM aber gleichzeitig Bremsen, Bremse lösen, Stick unbedingt und immer nach vorne, Pre-Notation loslassen, Vollgas, lenken der Räder über Pedale, Bremsdruck ablasen über Trimmung… ähä alles klar, oder auch nicht.

Nach ca. 1h sass dann Joanna die es kaum erwarten konnte mit Overall und Helm auf dem Pilotensitz im Gyro zum einstündigen Trainingsflug.  Ich mache es mir an der Sonne im Flugplatz Café solange gemütlich.

Pünktlich nach einer Stunde landet Joanna oder besser gesagt Stefan den Gyro wieder sicher. Joanna zeigt beim Rollen zum Hangar noch stolz mit dem Daumen nach oben. Die Gesichtsfarbe war dann eher etwas bleich. Joanna wurde Opfer ihres Flugstils der von Stefan als „Sportlich“ bezeichnet wurde 😉 .

Für mich nochmals einen Refresher der Bedienung, ab in den Overall und los.

Rollen auf der Piste kein Problem aber dann die Prerotation, Gas, Bremse, keine Bremse mehr Gas lenken… Zum Glück war Stefan dabei 😉

Witzig war das Fliegen in dieser Kiste schon, zu meiner Überraschung ist so ein Gyro auch sehr stabil gegenüber von Turbulenzen. So steuerte ich gemütlich mit gut 100-130km/h durch die Gegend. Mal beschleunigt auf 160km/h wird aber ungemütlich da der Wind dann schon spürbar wird. Stefan zeigte demonstrierte dann mal noch was so ein Gyro alles kann. Tiefer Überflug über einen Flughafen (1m über Boden), Full Stall, Notlandeübung… Nach einer Stunde durfte ich dann mit Unterstützung den Landeanflug machen.

Hat Spass gemacht und war mal wieder was anderes. Hier noch ein paar Fotos vor dem Start. In der Luft war ich mit fliegen beschäftigt und hatte keine Zeit zum fotografieren, irgendwie wie bei den ersten Flügen am Gleitschirm, nur da hatte ich schiss die Bremsen los zu lassen 😉

Südafrika

Freitag, Februar 13th, 2015

Die Winterzeit in der Schweiz ist ja nicht als die beste Flugzeit bekannt. Deshalb bin ich dieses Jahr mit Fly with Andy nach Kapstadt und Umgebung geflüchtet.

Vor Ort hat dann Barry und Candice von www.birdmen.co.za unterstützt von dem Grossen Wölk www.felixwoelk.com das Kommando.
Diese drei hatten alles im Griff und die Organisation war perfekt.

Pünktlich am Bus stehen mit allem was für ein Flugtag benötigt wird, dass war was noch selbst erledigt werden musste.
Für alles Andere haben Barry, Candice und Felix gesorgt.

Jetzt könnte ich hier einen Roman schreiben wie, wo und was wir alles erlebt haben, wie super toll wir es hatten und so weiter. Das liest aber eh keiner. Kurz es war einfach nur genial und ich erzähle gerne bei einem Bier darüber. Hier einige Bilder der drei grandiosen Wochen.

Nochmals ein ganz grosses DANKE an Barry, Candice und Felix.

Adrian Ihly, Antje Thies gefällt dieser Artikel

Aquarium Fliegen

Sonntag, September 14th, 2014

Schon lange wollte ich mal mit einem Segelflieger in die Luft. Viele Sagen geistern in der Gleitschirmszene um diese „Aquariumflieger“. Alleine die Zahlen sind schon eine ganz andere Welt. Gleitzahl 60 gegenüber von ca. 10 oder Geschwindigkeiten von bis zu 280km/h sind doch eine andere Hausnummer und.

In den Flugferien im Bündnerland ergab sich einmal mehr eine spannende Bekanntschaft. Beat Lüthi der immer mir einem Grinsen im Gesicht und einem Spruch auf den Lippen als Flugschüler unterwegs war, ist Segelfluglehrer. So ergab es sich, dass ich nun Heute wiedererwarten des Wetterberichts um 11:00 auf dem Flugplatz Birrfeld stand.

Wie erwartet nahm mich Beat mit einem Grinsen in empfang. An fliegen war noch nicht zu denken aber die ersten Wolkenlöcher waren bereits sichtbar. So wurde ich kurzerhand zum Helfer der Segelfluggruppe und wir haben einen Segelflieger der zur Wartung musste Auseinander genommen und in den Hangar verschoben. Für mich eine super spannende Sache und mit den Jungs welche dann gleich das Mittagessen spendierten ein super Start.

Das Wetter hat nun def. auf Flug gestellt und so machten wir die Nimbus 4 DM mit der Kennung HB-2372, ein Motorsegler zum Start bereit. Beat erklärte mir die Instrumente und so einiges rund um den Flieger. Es ist schon unglaublich wie einfach so ein Segelflieger aufgebaut ist. Mit einem Rettungsfallschirm umgeschnallt bin ich dann mit einem etwas mulmigen Gefühl eingestiegen. Da die Batterien für den Motor nicht mehr so die neusten waren musste der Flieger noch kurz mit Starhilfe vom Auto überbrückt werden.

Jetzt aber los, voller Schub und der Flieger rollte langsam los und nach einigen Metern hoben wir sanft ab. Kein Vergleich mit der normalen Motorfliegerei. Nach gut 10 – 15min wurde der Motor ausgeschalten und von nun nur noch mit Thermik. Irgendwie ganz anders und doch gleich mit dem Gleitschirmfliegen. Ja viel schneller und mit besserer Gleitzahl. Auf der anderen Seite aber auch ganz ruhig ohne Motorlärm und denselben Herausforderungen, wo geht es hoch wo können wir weiter und ebenfalls denselben Hochs und Tiefs. Vor allem zu beginn war es doch sehr tricky da mit knapp  700m über Grund jetzt nicht soviel Reserve war. So hangelten sich zwei „Thermikschmöker“ von Wolke zu Wolke resp. von Wolkenband. Ich staunte nicht schlecht wo uns Beat da mehrmals wieder ausgegraben hat nur der Atomschlauch hat nicht funktioniert. Je länger der Flug dauerte umso einfacher wurde es. Die Basis war angestiegen und auch die Steigwerte haben zugenommen. So konnten wir von anfänglich 1100müM auf 1400müM aufdrehen. So verlängerten wir unseren Rundflug noch etwas. Es war schon erstaunlich wie schnelle wir Aarau, Olten, Solothurn, Sursee abgeflogen sind. Mal noch schnell an den Hallwilersee und im grossen Bogen wieder zurück.

Selbersteuern durfte ich natürlich auch. Ziemlich schnell musste ich aber feststellen, es ist nicht so einfach wie es sich beim Profi anfühlte. Mal wurde ich zu schnell, mal zu langsam, denn begann der Flieger zu rollen und die Nase nur mit dem Seitenruder dann noch sauber in den Wind zu stellen wollte mir irgendwie nicht so recht gelingen. Irgendwie war en meine Steuerbewegungen immer zu späht, zu hefig oder lösten noch eine Kurve aus anstatt nur den Kurs leicht zu korrigieren. Ebenfalls eine spannende Erfahren war der Versuch zu Kreisen. Das Gewicht welches kontrolliert werden muss ist doch etwas ein anderes als beim Gleitschirm und so ist eine Korrektur der Schräglage nicht einfach mit etwas verschieben des Hinterteils getan. Bevor ich dann durch meine selbst verursachte Schaukelei noch Seekrank wurde habe ich das Steuer zurückgegeben.

So landeten wir  nach einem Flugplatzüberflug nach Lehrbuch Lüthi „Wir stechen mal an, donnern mit ca. 200 Sachen über den Platz, ziehen wieder hoch und gehen nach einer Kurve in den Endanflug“ sanft wieder im Birrfeld.

Mit etwas wackligen Beinen bin ich dann aus dem Flieger geklätert.

Jetzt noch kurz den Post-Flight Check, etwas reinigen und den Flieger wieder einpacken, Feierabend.

Ein Abendessen auf dem Flugplatz rundete den Tag ab.

Herzlichen Danke Beat für den genialen Tag, du kannst dich ruhig fürchten, ich werde wieder kommen 😉

Flugpfingsten

Mittwoch, Juni 11th, 2014

Das Wetter macht kapriolen, von kalt auf heiss innert ei paar Tagen. So hab ich gerade erst die Sommerräder montiert.

Pfingsten, also langes Weekend ist angesagt und der Wetterbericht stand auf fliegen. Eigentlich ging ich von eher trägen Bedingungen aus, da es so richtig heiss werden sollte. Ich wurde von einem besseren belehrt und habe drei super Tage mit sportlichen Bedingungen angetroffen.

Mein Ziel war Schirme zu testen da ich meinen Golden 3 ersetzen möchte. Nicht weil ich muss sondern weil ich will. Da Christoph das gleiche Ziel hatte und im gleichen Gewichtsbereich fliegt, haben wir uns zu einem privaten Testival entschieden welches durch die Flugschule Ikarus unterstützt wurde.

Getestet wurden: Nova Ion 3, Nova Mentor 3, Gradient Golden 4, Advance Epsilon 7.

Christoph startete am Samstagmorgen früh bereits mit dem Ion 3 und war wegen den etwas höheren Steuerkräften gar nicht überzeugt. Krampf, Traktor, Anstrengend waren seine Adjektive.

Da ich erst beim zweiten Flug eingestiegen bin, ging Christoph mit dem Mentor 3 an den Start, ich mit dem Ion 3.

An der Thermik souverän vorbei hab ich mich schon bald in tieferen Gefilden wieder gefunden wo es aber trotzdem noch eine Flugzeitverlängerung auf gute 30min. gab.

Also nochmals hoch aufs Niederhorn und diesmal in die Thermik rein.

Fazit nach dem Samstag: Mir hat der Ion 3 mit seiner harten Kappe gefallen trotz den etwas höheren Steuerkräften und das man ihn etwas mehr in der Thermik halten muss. Christoph war vom Mentor3 überzeugt, da er seine Muskulatur schonen konnte und der Schirm etwas drehfreudiger ist.

Sonntag: Ich an den Mentor 3, Christoph mit dem Golden 4 unterwegs.

Am Niederhorn sammelte sich das Volk. Der obligate Rückenwind war da und einige Piloten haben Startabbrüche produziert weil sie null auf die Spione geachtet haben. Wir mal ausgelegt, in den warmen Klamotten vor uns hin geschwitzt bis dann das ersehnte Startfenster da war. Drei Schritte nach vorne „Peng“ in die Ablösung rein und es ging senkrecht 3m nach oben. Ok, eindrehen.

Der anschliessende Flug war für mich eine Tortur. Mir war unter dem lebendigen Mentor 3 sowas von unwohl. Ich hatte das Gefühl nur so rumgeschaukelt zu werden und hatte alle Hände voll zu tun den Schirm da zu halten wo er hingehört. Die Hoffnung stirbt zuletzt und der der Schirm eine Eingewöhnungsphase verdient. Nach gut einer Stunde war ich aber wieder am Landeplatz.

Fazit Mentor 3: Agiler schneller Schirm der schön eindreht und super steigt aber def. eine Nummer zu gross für mich.

Golden 4: Christoph war nicht wirklich begeistert. Zu weich, zu wenig Rückmeldung nicht das was er möchte. Das Deckt sich mit meinem Testflug vom letzten Jahr wo ich noch das Gefühl hatte der Schirm bringt nicht die Leistung seines Vorgängers.

Da nun dringend Rehabilitation angesagt war, zurück auf den Ion 3 ans Luegi. Christoph mit dem Epsilon 7. Sauberer Flug und nach knapp 8min. wieder am Landeplatz. 😉 Für Stimmung haben die Flugschüler am Starplatz gesorgt die schon etwas Müde waren und mit einem Startabbruch und Starts der Kategorie „so nicht“ bei uns für Unterhaltung und beim Starthelfer für Schweissausbrüche gesorgt haben.

Anschliessend ging es für mich noch auf die Schynnige Platte zu einem Abendflug mit dem Ion 3. Irgendwie hab ich mich so langsam aber sicher an dem Flügel wohl gefühlt und so gab es noch gute 40min. auf die Flug Uhr.

Montag: Ohne Christoph an die First. Da mal alte bekannte angetroffen und weil es noch etwas früh war erst mal in die Kneipe. Ein Unfall mit Hubschraubereinsatz verzögerte den Start noch weiter. So ging es dann halt erst etwas verspätet in die Luft  dafür umso schneller hoch. Der Ion 3 und ich haben uns gefunden und so waren wir innert Minuten auf über 4000m. Die höheren Steuerkräfte als beim Golden 3 und dass er etwas mehr „Führung“ in der Thermik braucht auch aber das lässt sich mit Gewichtsverlagerung gut kompensieren. Also los, Richtung Interlaken, quer über den See an den Brienzergrat. Von da nach Brienz über das Brienzerrothorn, nach 8 Jahren ist es endlich gefallen. Noch ein paar Meter weiter und dann wieder zurück nach Interlaken. Leider hat es dann bereits überentwickelt und Richtung Thun geregnet. Somit war klar, nach 1h50min und guten 50km Strecke war Schluss. Was für ein mega Tag.

Link zu den Flugdetails: Klick

Für mich war nun klar, der Ion 3 wird der Nachfolger für meinen Golden 3.

Christoph war nochmals mit dem Epsilon 7 unterwegs vom Niederhorn und ist sich noch nicht wirklich Schlüssig was er von dem Schirm halten soll.

Bedanken möchte ich mich hier noch bei der Familie Amacher für die Gastfreundschaft und das Gästebett.

Und hier noch 2-3 Bilder:

Eduardo Bayerlein gefällt dieser Artikel

Bündnerland 2013

Montag, September 9th, 2013

Die Flugsaison 2013 war für mich bis jetzt eher bescheiden ausgefallen. Umso mehr stieg die Freude an dem Wetterbericht für die Woche Flugferien im Bündnerland. Gebucht mit meiner ehemaligen Flugschule Ikarus aus Interlaken eine Woche unterwegs in Scuol, Flims und Davos. Los ging das Ganze am Sonntagmorgen in Interlaken, danke an Fam. Amacher für die Gastfreundschaft und Rolf für den Abholdienst.

Das Wetter am Sonntag sah für das Bündnerland nicht ganz toll aus und so wurde mal auf Fahren gesetzt. Von Interlaken mal nach Fanas für einen kleinen Flug. Am Startplatz war guter Aufwind und so starteten Rolf, Marcel und Hans. Plötzlich begann es zu Regnen aber von einer Wolke hab ich mir den Flug nicht versauen lassen und auch Claudia hat dann nachgezogen. Schirm trockenfliegen war angesagt. Leider reichte es nicht ganz zum abtrocken bis ins sonnige Tal aber egal, immerhin ein Flug. Von Fanas via Davos weiter nach Scuol wo es mit Häppy, unserem Flugleiter/Fluglehrer, wo es typisch gleich ins Thermalbad ging. Häppy kennt glaub ich genau so viele Bäder wie Start und Landeplätze.

Der Montag in Scuol sah dann schon etwas besser aus. Die Luft sehr labil aber noch mit viel Nordwind und der Himmel mit Wolken zu. Egal, hoch nach Mota Naluns. Am Startplatz wehte ein sauberer Aufwind und sogleich wurde gestartet. Ich ging als zweit letzter in die Luft und hatte das Glück Aufwind zu finden. So ging es schnell Richtung Basis was bei dem Wetter eine doch sehr kalte Angelegenheit war. Während ich noch am Kurbeln war hat Hans-Peter nach nur wenigen Minuten ein Top-Landing hingelegt. Mein Versuch ebenfalls auf dem Startplatz zu Landen ist gescheitert und ich flog ca. 2m drüber mit anschließendem Absaufen. Egal dafür gibt es ja die Bahn welche uns/mich wieder hoch brachte. Der Zweite und Dritte waren eher kurz und nur in eine Richtung. Das Highlight des Tages war aber die Bündner Nusstorte serviert von Marcel am Startplatz.

Dienstag war dann der erste Tag mit Sonne, also wieder hoch nach Mota Naluns. Da von meiner 5er Karte bereits 3 Fahrten weg waren war einmal Absaufen ok, danach mussten Top Landings her. Zum Glück entwickelte sich der Tag wie geplant. Einmal absaufen und danach konnte ich immer wieder auf dem Startplatz landen. Da wir an dem Tag eh noch Richtung Flims wollten war der letzte Flug als Streckenflug angesagt. Häppy startete als erster gefolgt von Marcel, Rolf und mir. Rolf und ich stiegen gemeinsam bis sich Rolf aus unerklärlichen Gründen entschied das Projekt Streckenflug abzubrechen. So versuchte ich Häppy zu folgen, dies in einem großen Abstand so dass ich sehen konnte wo er höhe machen konnte. Leider habe ich ihn dann aus den Augen verloren als er in ein Tal eingeflogen ist wo er sich richtig hochgeschraubt hat. Für mich ging es da nur nach unten und so landete ich ca. 17km weiter in Susch. Auf meinem Weg dorthin habe ich plötzlich noch Marcel weit unter mir entdeck und er musste schon einige Kilometer früher landen. Häppy ist noch bis nach Klosters geflogen.

Mittwoch war dann Königswetter. Fliegen bis zum Abwinken vom Cassons Grad und Naraus. Erst ein Abgleiter, dann ein Versuch von ca. 45min richtig auf Höhe zu kommen und gleich nochmals so ein Versuch. Leider nur Versuche in der doch eher turbulenten Luft. Dem einen oder Anderen ist es im letzten Flug geglückt bis weit über 3000m zu kommen, egal der Donnerstag lag ja noch vor uns.

Donnerstag war noch besser als der Mittwoch. Das war ganz klar ersichtlich an der gestiegen Anzahl an Piloten mit Streckenambitionen am Startplatz als am Vortag schon über 100km geflogen wurde. Ich war etwas später am Startplatz weil ich als Testschirm einen Gradient Golden 4 direkt vom Importeur in Empfang nehmen durfte. So neu betucht dauerte das Startprozedere auch etwas länger. Mit dem Schirm raus und ab in die Thermik. Ich hatte zwei tolle Flüge an dem Tag welche bis auf 3300m hoch gingen und mit einer Landung direkt neben dem Crestasee zum Schwimmen beendet wurden. Anschließend gleich die Weiterfahrt nach Davos.

Freitag in Davos. Ab aufs Jakobshorn, denkste wegen Bauarbeiten ist die Bahn geschlossen. Also dann halt hoch auf die Parsenn. Ich noch immer mit dem Gradient Golden 4 und nicht mit meinem Golden 3. Die Luft war wie schon die ganze Woche doch sehr turbulent weil thermisch aktiv. Irgendwie bin ich nicht so richtig auf Touren gekommen und so landete ich nach knapp einer Stunde am Wolfgangsee. Schirm packen und los wieder hoch. Zweiter Flug bei nun noch stärkerem Wind. Beim Start gleich mal einen ordentlichen Frontklapper kassiert, dadurch an Höhe verloren und so fand ich mich bald wieder am Wolfgangsee in der „Hafenkneipe“ wieder. Das anschließende Wellness Programm hab ich ausgelassen.

Samstag, der letzte Tag. Das Wetter war besser als es zu Beginn der Woche zu erwarten war und so mussten wir schon wieder fliegen 😉

Wieder Parsenn und wieder starke Bedingungen. Ich war wieder mit meinem Golden 3 unterwegs da mich der 4er irgendwie nicht so richtig überzeugen konnte. Also raus und gleich eingedreht. Mit dem Südwind und der labilen Luft ging es ruppig aber kontinuierlich hoch bis unter die Wolken auf 3200m. Ein spannender Flug mit grandioser Aussicht über die karge Landschaft bis Arosa. Nach ca. einer Stunde landete ich dann wieder am Wolfgangsee wo auch der Rest der Truppe landete. Da der Südwind kombiniert mit Fön nun doch stark zugenommen hat haben wir den Flugtag so beendet und uns auf die Heimfahrt gemacht.

Es war eine super geniale Woche mit viel fliegen, tollem Essen und extrem entspannter Atmosphäre wo sich jeder über jede Flugminute des Anderen freute. Ich hab eine Woche nur Lachende Gesichter gesehen.

Danke also an Hans den Oberländer Walliser, Hans-Peter den Toplander, Rolf mit der schnellsten Frisur, Marcel die Bündner Nusstorte, Claudia ich starte schon mal und Häppy den Bademeister für die geniale Woche.

 

Rolf Kehrli, Tobias Fuchs gefällt dieser Artikel

Tage der Lüfte

Sonntag, Juni 9th, 2013

Endlich war der Wetterbericht mal wieder flugtauglich. Also los am Freitag den Schirm gepackt und los nach Interlaken. Ski Jacke und Skihose konnte ich Zuhause lassen.

Auf dem Niederhorn waren super Startbedingungen mit schönem Wind von vorne. Also los, raus und aufdrehen. Die lange Flugabstinenz hat sich dann schnell bemerkbar gemacht. Verkrampft und mit einem komischen Gefühl war ich unterwegs von Genuss keine Spur. Die doch eher sportlichen Bedingungen haben ihr Übriges dazu getan und so war ich nach etwas mehr als 30min wieder am Boden. Das war aber nicht das Ende des Tages. Nochmals hoch aufs Niederhorn wo sich Sandra, Marcel und Rolf dazu gesellten. Das verkürzte die Warterei auf Startbedingungen die brauchbar waren ungemein. Mit Rücken/Seitenwind und einem Knüppel in den Leinen ging es raus und nur runter. Egal für mich war das genug für Heute und das Anschliessende Bier am See hat mehr als nur entschädigt für die Fahrerei. Abends noch zur Familie Amacher zum Abendessen und wieder nach Basel.

Neuhaus am Thunersee

Neuhaus am Thunersee

 

Am Samstag wieder dieselbe Tour. Los aufs Niederhorn bei etwas einfacheren Bedingungen als am Vortag. Raufdrehen auf 3000m und an die Finger frieren, super. Hätte ich doch nur die dicken Handschuhe noch mitgenommen. Die ersten 30min. waren wieder ein riesen Krampf ohne Spass am Fliegen. Dann aber machte es klick. Die Bremsen wie immer Sommer üblich in die Finger genommen und nicht mehr Winterstellung, den Oberkörper entspannt und siehe da, es macht Spass. Der Schirm flog wie gewollt, die Klapper hörten sofort auf und ich konnte die restlichen 30min so richtig geniessen. Da der Wetterbericht für später eher schlecht war ging ich gleich wieder nach Hause.

Logi in the Air

Logi in the Air

Beat immer mit dabei

Beat immer mit dabei

Ein kurzer Anruf bei Christoph und es war klar, das Fliegen ist noch nicht zu Ende. Modellflugzeit 😉 Raus aufs Feld mit Steuerung und Flugzeug und so noch knapp 2h an der Sonne verbracht. Abgesehen von einem etwas gekürzten Propeller nahm ich alles wieder so nach Hause wie es sein sollte. Christoph hatte etwas Pech und „landete“ seinen Flieger senkrecht mit einem bösen dumpfen Ton. Zum Glück steht der Neue Flieger bereits im Hangar.Ein spontanes BBQ rundeten den Tag ab.

Gleitschirmfliegen in Andalusien

Montag, Februar 11th, 2013

Es ist nun auch schon wieder eine Weile her seit ich aus Andalusien zurück bin.
Zwei Wochen Gleitschirmfliegen rund um Almuñécar (ca. 70km östlich von Malaga)
waren angesagt.

Die Temperaturen reichten von angenehmen 22 Grad bis zu kühlen 8 Grad runter.
Fliegen war eigentlich jeden Tag möglich, mal etwas länger mal etwas kürzer.

Hier mal einige Bilder der Reise.