Archive for the ‘LLL Lande Laufe Lyme’ Category

Tage der Lüfte

Sonntag, Juni 9th, 2013

Endlich war der Wetterbericht mal wieder flugtauglich. Also los am Freitag den Schirm gepackt und los nach Interlaken. Ski Jacke und Skihose konnte ich Zuhause lassen.

Auf dem Niederhorn waren super Startbedingungen mit schönem Wind von vorne. Also los, raus und aufdrehen. Die lange Flugabstinenz hat sich dann schnell bemerkbar gemacht. Verkrampft und mit einem komischen Gefühl war ich unterwegs von Genuss keine Spur. Die doch eher sportlichen Bedingungen haben ihr Übriges dazu getan und so war ich nach etwas mehr als 30min wieder am Boden. Das war aber nicht das Ende des Tages. Nochmals hoch aufs Niederhorn wo sich Sandra, Marcel und Rolf dazu gesellten. Das verkürzte die Warterei auf Startbedingungen die brauchbar waren ungemein. Mit Rücken/Seitenwind und einem Knüppel in den Leinen ging es raus und nur runter. Egal für mich war das genug für Heute und das Anschliessende Bier am See hat mehr als nur entschädigt für die Fahrerei. Abends noch zur Familie Amacher zum Abendessen und wieder nach Basel.

Neuhaus am Thunersee

Neuhaus am Thunersee

 

Am Samstag wieder dieselbe Tour. Los aufs Niederhorn bei etwas einfacheren Bedingungen als am Vortag. Raufdrehen auf 3000m und an die Finger frieren, super. Hätte ich doch nur die dicken Handschuhe noch mitgenommen. Die ersten 30min. waren wieder ein riesen Krampf ohne Spass am Fliegen. Dann aber machte es klick. Die Bremsen wie immer Sommer üblich in die Finger genommen und nicht mehr Winterstellung, den Oberkörper entspannt und siehe da, es macht Spass. Der Schirm flog wie gewollt, die Klapper hörten sofort auf und ich konnte die restlichen 30min so richtig geniessen. Da der Wetterbericht für später eher schlecht war ging ich gleich wieder nach Hause.

Logi in the Air

Logi in the Air

Beat immer mit dabei

Beat immer mit dabei

Ein kurzer Anruf bei Christoph und es war klar, das Fliegen ist noch nicht zu Ende. Modellflugzeit 😉 Raus aufs Feld mit Steuerung und Flugzeug und so noch knapp 2h an der Sonne verbracht. Abgesehen von einem etwas gekürzten Propeller nahm ich alles wieder so nach Hause wie es sein sollte. Christoph hatte etwas Pech und „landete“ seinen Flieger senkrecht mit einem bösen dumpfen Ton. Zum Glück steht der Neue Flieger bereits im Hangar.Ein spontanes BBQ rundeten den Tag ab.

Neues altes Hobby

Sonntag, Mai 12th, 2013

Vor über 20 Jahren war ich oft mit einer Fernsteuerung und einem dazugehörigen Auto oder Flugzeug unterwegs. Irgendwann hat sich das aber eingestellt und vor allem die Fliegerei kam nie richtig ins Fliegen.

Seit längerem hab ich nun schon einen Simulator am PC aber in die echte Welt hat sich das noch nicht durchgesetzt, bis jetzt.

Christoph hat mich angefixt mit seinen Erklärungen wie einfach das es Heute ist, ein Flugzeug in die Luft zu bekommen ohne erst Wochen mitSäge, Schleifpapier, Holzleim und und und im nicht vorhandenen Hobbyraum zu verbringen. Ein Probeflug mit seinem Flieger hat mich dann endgültig süchtig gemacht.

Klar hab ich viel von den Erfahrungen von Christoph profitiert plus mich in einigen Foren schlau gemacht. Es gibt da viele Informationen und noch viel mehr esoterisches.

Ich hab mir dann mal folgendes als Grundausstattung gekauft:

Flieger:  Multiplex Fun Cub
Fernsteuerung: 9XR von Hobbyking mit dem Frysky Telemetrie  plus Akku
Akkus: Lipos 2200mAh 25C Marke Turnigy von Hobbyking  vier Stück
Ladegerät: IMAX B6
Stecker: XT60 zum selber löten
Kleber: Sekundenkleber und UHU Por

Und wenn man schon beim Chinesen am Bestellen ist, dann halt noch ein paar Dinge die man nicht als erstes braucht aber über kurz oder lang sicher oder einfach haben will.
-USB Programmierer für die Funke
-Telemetrie Module
– Zweiter Empfänger
– Glasfasermatten
-Propeller
-Ersatzwellen für Motor

Der Zusammenbau:

Ok, ich gebe es zu ich habe etwas abgekürzt und mir die Fun Cub ARF bestellt. Das bedeutet der Flieger ist zu 90% zusammengebaut. Rumpf schon geklebt, Motor bereits eingebaut, Servos bereits eingeklebt und die Tragflächen komplett vorbereitet.
Zu tun bleibt noch das Höhen und Querruder einzukleben, Fahrwerk einbauen, Empfänger einbauen und alles anschliessen. Multiplex hat bei mir allerding etwas gepatzt und einen Holm der Tragfläche beim Einkleben auch gleich innen mit Epoxidkleber aufgefüllt so dass ich mit der Bohrmaschine erst die Aufnahme vorsichtig aufbohren musste.
Das Quer- und Höhenruder hab ich mit UHU Por eingeklebt. Das Problem dabei ist, der Kleber haftet bei richtiger Anwendung bei der ersten Berührung. Das ist nicht ganz so toll weil keine Korrekturen mehr möglich sind und so ist das Seitenleitwerk nun etwas schief eingebaut. Das nächste mal werde ich entweder „langsamen“ Sekundenkleber verwenden oder mit UHU-Por nicht die volle Antrocknungszeit abwarten.

Einstellungen:
Bezüglich der Ruderausschläge hab ich nichts eingestellt sondern einfach das übernommen was voreingestellt war. Das hat ziemlich genau zu den Werten in der Anleitung gepasst.
Der Schwerpunkt wird mit 80mm von der Vorderkante des Flügels angegeben. Völliger Schrott viel zu weit hinten der ist zwischen 60 und 70m. Tipp: vorderer Holm passt gut.
So jetzt noch alle Ruder prüfen ob die auch in die richtige Richtung gehen und die funke programmieren. Achtung, die Servostecker sind nicht Polsicher sprich bewegt sich ein Servo nicht, erst mal kurz überprüfen ob alles richtig angeschlossen ist.

Der Erstflug:
So Tag der Warheit, das Ding muss in die Luft. Das Wetter nicht unbedingt optimal da viel Wind aber die Ungeduld war einfach zu gross. Also mit Christoph als moralische Unterstützung und mit etwas mehr Erfahrung auf einen Feldweg gefahren und den Flieger flugfertig gemacht. Erst mal noch ein paar Fotos bevor es in die Luft geht.
Funktionskontrolle erfolgreich, der Puls steigt. Nochmals kurz den Start im Kopf durchgegangen und dann los. Vollgas den Hebel nach vorne und Ziehen. Nach 2m ist der Flieger in der turbulenten Luft. Dank des falschen Schwerpunktes liegt der Flieger alles andere als sauber in der Luft. Konsequent bricht er nach oben aus, genau das was man als Anfänger in turbulenter Luft braucht. Nach einigen Platzrunden in grosser Höhe um etwas ein Gefühl zu bekommen stand die Landung an. Der Landeanflug war solala. Es gelang mir den Flieger einigermassen zu Kontrollieren und langsam Richtung Feldweg zu manövrieren. Ganz getroffen hab ich den Feldweg allerdings dann doch nicht aber 50cm daneben in 30cm hohem weichem Gras war für mich völlig ok.

Für die weiteren Flüge hab ich den Schwerpunkt dann angepasst und der Flieger lag schon viel besser in der Luft. Mehr Trimmen und einstellen konnte und wollte ich bei diesem Wind und der wenigen Erfahrung nicht. Der Flugtag war für mich auf jeden Fall ein voller Erfolg, ok die Aussenlandung beim Versuch eines Touch n Go mitten im Feld hätte nicht sein müssen aber es ging nicht kaputt dabei.

Christoph hatte leider nicht ganz so viel Glück und hat sich bei einer Aussenlandung die Motorhalterung angebrochen was leider unentdeckt blieb so, dass beim nächsten Start die Motoraufhängung abgebrochen ist und das Modell aus ca. 2m unsanft gelandet ist.

Ich war froh, ist mir ein solches Schicksal am ersten Tag erspart geblieben ist und freue mich schon jetzt auf den nächsten Flugtag.

Hier noch ein paar Bilder. Danke Christoph für das Fotografieren.